"blue portrait"

"blue portrait"


 

Wider-Endeckung nach 85 Jahre. Das Verschollene „blue portrait“ von Nikola Tesla tauchte in Husum wieder auf.

 

"blue portrait"

Nur ein einziges Mal hat sich der Erfinder Nikola Tesla, „das Genie, welches die Welt erleuchtete“, malen lasen. Dies war 1916 in New York in dem Atelier von der seinerzeit berühmten Malerin Fürstin Vilma Lwoff-Parlaghi. Dieses Gemälde, das als „blue portrait“ in die Geschichte eingegangen ist, wurde am 1. März 1916 im Atelier von der Malerin vorgestellt. “ Das ist im Jahr 1916 gewesen, wo Nikola Tesla seinen 60. Geburtstag gefeiert hat und schon von daher im Blick der Öffentlichkeit stand. Er war als Erfinder eine sehr prominente Person in der damaligen Zeit. Außerdem stand auch in der Zeitung, daß ihm der Nobelpreis für Physik des Jahres 1916 verliehen werden sollte» sagte Dr. Sven Siemers, Leiter des «Nordsee» Museums in Husum.

Malerin Vilma Lwoff-Parlaghi hat Nikola Tesla in ihrem Atelier in New York porträtiert. Tesla selbst hatte dort eine künstliche blaue Atelierbeleuchtung aufgebaut, seine Erfindung - das Neonlicht (bekannt auch als 'Plasma Licht'). Das war ein Zusammenhang von Erfindergeist, Licht und Kunst. » » Er war von der Seite porträtiert. Dies war im Grunde genommen eine Annährung, die sehr intim war, auf der einen Seite, auf der anderen ihn aber nicht so direkt in den Blick genommen hat. Tesla war sehr scheu! Er konnte sich so ein bisschen zurückziehen, und ist doch in der ganzen Person zu sehen. Und der Stuhl auf dem er sitzt, ist der berühmte Stuhl, auf dem Kaiser Wilhelm II. porträtiert worden ist.» so Dr. Siemers.

 

Vilma Parlaghi

Künstlerin Parlaghi

 

Die adlige Künstlerin Vilma Lwoff-Parlaghi wurde in Hajdu-Dorog, in Ungarn geboren. Sie studierte Kunst in München. Nach dem Abschluss ihres Studiums porträtiert sie die Adligen in Europa. 1899 heiratet sie in Prag den russischen Fürsten Evgeny Lwoff und wurde zur Fürstin. 1908 zieht sie nach New York, wo sie ein glamouröses Leben führte. 1923 stirb die Künstlerin in New York. Ihr künstlerischer Nachlass wurde 1924 von Ludwig Nissen erworben.

 

Herrenportrait

 

Ein halbes Jahr später verstarb Ludwig Nissen. Er hat seine gesamte künstlerische Sammlung seiner Heimatstadt Husum geschenkt. Der Museumsleitung in Husum war bekannt, dass die Gemälde von der Künstlerin Vilma Lwoff-Parlaghi stammen, sie wusste aber nicht, wer darauf abgebildet worden ist. Es gab nur die Versteigerungs-Liste, auf der Bilder aber nicht weiter bezeichnet worden sind.

Nordsee Museum

„Dem damaligen Museumsleiter in Husum war die Erinnerung an Tesla nicht mehr präsent. So wurde das Portrait als Inventar-Nummer B1169 mit der Beschreibung „Herrenportrait“ aufgenommen.“ sagte Dr. Siemers.„ Ich habe hier im Januar die Museumsleitung angefangen. Musste mich also schnell einarbeiten in das Thema, und habe mit den Bilder von Fürstin Lwow-Palaghi begonnen. Ich habe im Internet racharschiert und bin dort auf das Verschollene «blue portrait» gestoßen, und dachte danach so bei mir, das wäre lustig, wen wir das hier hätten. Als mir mein Kollege das erste Mal unser Magazin gezeigt hat, um mich mit unserer Sammlung der Bilder von der Fürstin Lwow-Palaghi vertrauen zu machen, habe ich dort das «blue portrait» gefunden. Das war eine kleine Sensation für uns!» so Dr. Siemers.

Nikola Tesla

Nikola Tesla und seine Werke sind in Deutschland ziemlich unbekannt. In allgemeinen Physiskbüchern erscheint der Name Tesla nur im Zusammenhang mit der physikalischen Einheit der magnetischen Flussdichte. « In populären Lexika-Artiklen wurde nur Thomas Edison als Erfinder des Gleichstromes bezeichnet. Tesla wurde nie erwähnt?!" sagte Petar Stojanovic Gründer des Tesla Gesellschaft in der Schweiz. Der Historiker und Filmautor Michael Krause scheint vom Tesla sehr beeindruckt zu sein: „Er ist eine Ikone für das einundzwanzigste jahrhundert, nicht für das zwanzigste, das vergangen ist; wir brauchen etwas neues, und dafür können wir in den Ideen von Nikola Tesla, in diesem Fundus etwas Großartiges finden.“ so Krause.

Vision und Werk von Tesla war «Free energy for evrybody!» Die Stadt Husum hat die Weltgröße Windenergie Messe, was ein Stück von frei Energie ist. Das «blue portrait» ist in Husum sehr gut aufgehoben.

 

Radio DW 2010